Interview mit Beatrice Isler

Warum ist das Alter bloss eine Zahl für Sie?

Weil das Alter je nach Person, je nach Art und Weise des Lebens, je nach Beruf oder je nach Erlebtem sich auswirkt. Die Einen sind mit 65 sehr müde. Andere wiederum – und zu denen zähle ich mich – fühlen sich zwar körperlich nicht mehr superjung, jedoch der Geist verlangt nach Nahrung, nach Herausforderung.

Was gefällt Ihnen am meisten/wenigsten am Altern?

Am wenigsten gefällt mir die zunehmende Schwere des Körpers. Am meisten gefällt mir, dass ich einfach nicht mehr alles machen muss. Ich bin gelassener geworden, kann auswählen, was ich tun will, und bin nicht mehr verpflichtet, alles mitzumachen, um „in“ zu sein.

Was möchten Sie der jüngeren Generation als Tipp weitergeben?

Vergesst vor lauter sozialer Medien, Internet und technischen Möglichkeiten nicht die menschliche Nähe und das echte Gespräch von Angesicht zu Angesicht.

Warum wollen Sie weiterhin einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen?

Ich möchte einerseits mit freiwilligen Engangements etwas an Menschen zurückgeben, die nicht nur auf der Sonnenseite des Lebens standen. Andererseits brauche ich noch Neues für meinen Kopf. Und nicht zuletzt ist es meiner Meinung nach Bürgerpflicht, sich in die Gesellschaft einzubringen und für das Gemeinwohl einzustehen.

Wenn Sie einen Wünsch hätten, was würden Sie sich wünschen?

Da ich mich im Moment wirklich gut fühle, wünsche ich mir, dass dies noch länger so anhält.

Was wollen Sie dem seniors@work Team mitteilen?

Ich gratuliere dem seniors@work Team dazu, Know-how von Seniorinnen und Senioren abzuholen und mitzuhelfen, Wissen zu bewahren und sinnvoll weiter einzusetzen.

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